Ja, und das ist einfacher, als man denkt! Dank der verbesserten Reichweite von Elektrofahrzeugen, dem Ausbau von Ladestationen an Hauptverkehrsachsen und in Skigebieten sowie Routenplanern wie Chargemap ist es durchaus möglich, mit einem E-Auto in die Berge zu fahren! Vorausgesetzt, man plant seine Route gut, berücksichtigt die Auswirkungen der Kälte und kennt die richtigen Vorgehensweisen beim Aufladen in den Bergen.
Wichtige Punkte
- Mit einem Elektrofahrzeug in die Berge zum Skifahren zu fahren, ist möglich.
- Kälte kann die Reichweite verringern, aber darauf kann man sich vorbereiten.
- Die Routenplanung ist dabei unerlässlich.
- Die Ladeinfrastruktur in Skigebieten wird ausgebaut.
- Winterreifen und gegebenenfalls Schneeketten sind nach wie vor unverzichtbar.
Kann man wirklich mit einem E-Auto in den Skiurlaub fahren?

Noch vor wenigen Jahren glich eine Fahrt in die Berge mit einem E-Auto einem Spießrutenlauf (begrenzte Reichweite, wenige Ladestationen in Skigebieten usw.). Heute hat sich die Situation glücklicherweise deutlich geändert! Die meisten neueren Elektrofahrzeuge bieten eine tatsächliche Reichweite zwischen 300 und 500 km, was völlig ausreicht, um ein Skigebiet mit ein oder zwei gut gelegenen Ladestopps auf der Strecke zu erreichen.
Die Hauptverkehrsachsen, die zu den großen Bergstationen führen, sind nun weitgehend mit Ladestationen ausgestattet.
Wie bereitet man seine Reise mit dem E-Auto richtig vor?
Bevor Sie sich auf den Weg machen, ist es wichtig, die tatsächliche Reichweite Ihres E-Autos zu kennen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Nicht alle Elektroautos haben die gleiche Reichweite.
So beträgt etwa die Reichweite des Volkswagen ID.7 Tourer laut Herstellerangaben mit einer einzigen Ladung zwischen 574 und 702 km.
Vorausschauende Planung der Ladezeiten
Die Fahrzeit und die Route hängen auch davon ab, wo sich die Ladestationen befinden. Es ist daher mehr als empfehlenswert, die Route vor der Abfahrt zu überprüfen, um die auf der Strecke verfügbaren Ladestationen zu identifizieren. Denken Sie auch daran, die Zeit abzuschätzen, die Sie für jede Aufladung benötigen, um Ihre gesamte Reise planen zu können. Wenn Sie z. B. in der Mittagspause an einer Raststätte mit Ladesäulen halten, können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem Sie sowohl Ihre eigenen Batterien als auch die Ihres Elektroautos aufladen!
Die Route mit Chargemap planen

Fahren Sie entspannt mit dem Chargemap Routenplaner, um die ideale Route für Ihr Auto und Ihre Ladepräferenzen zu erstellen. Geben Sie einfach Ihren Start- und Zielpunkt sowie den anfänglichen und gewünschten Batteriestand am Zielort ein. Verschiedene Parameter und Einstellungen ermöglichen es Ihnen, Ihre Route zu verfeinern und zu personalisieren.
So starten Sie mit einer klaren Route und alternativen Lademöglichkeiten.
Für weitere Informationen: Der Chargemap Routenplaner: Wie wende ich ihn richtig an?
Planen Sie eine Sicherheitsmarge ein
Im Winter empfiehlt es sich, eine größere Sicherheitsmarge als im Sommer einzuhalten. Planen Sie ein, jede Ladesäule mit mindestens 15 bis 20 % Batterieladung zu erreichen, insbesondere in bergigen Gebieten.
Welche Auswirkungen hat die Kälte auf die Reichweite eines Elektrofahrzeugs?
Sie sollten auch die Auswirkungen der Kälte auf Ihr Fahrzeug berücksichtigen. Unter winterlichen Bedingungen kann bei einem Elektroauto ein leichter Rückgang der Reichweite beobachtet werden, der jedoch weder systematisch auftritt noch ausschließlich mit der Kälte zusammenhängt. Bei neueren Modellen begrenzen Thermomanagementsysteme die Auswirkungen niedriger Temperaturen auf die Batterie erheblich.
Der zusätzliche Verbrauch unter winterlichen Bedingungen hängt meist zusammen mit:
- der Nutzung von Heizung und Komfortausstattung,
- dem Geländeprofil und den Höhenunterschieden in den Bergen,
- den winterlichen Fahrbedingungen.
Umgekehrt ermöglicht das Bergabfahren dank regenerativem Bremsen eine Rückgewinnung von Energie, wodurch die Steigungen teilweise ausgeglichen werden. Mit einer angepassten Fahrweise und einer guten Vorbereitung bleibt eine Fahrt mit dem Elektroauto im Winter in ein Skigebiet vollkommen machbar.
Die richtige Winterausrüstung für das E-Auto
In Deutschland sind Winterreifen nicht für einen bestimmten Zeitraum oder in bestimmten geografischen Gebieten vorgeschrieben, wie dies beispielsweise in Frankreich mit dem Gesetz „Loi Montagne“ der Fall ist.
Die Verpflichtung hängt von den Wetterbedingungen ab – es gilt die situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte müssen Winter- oder Ganzjahresreifen (mit Alpine-Symbol) genutzt werden. Verstöße werden geahndet und geben einen Punkt, zudem drohen Einschränkungen beim Versicherungsschutz.
Um vorausschauend zu handeln, sind deutsche Autofahrer daran gewöhnt, ihre Fahrzeuge bereits zu Beginn des Herbstes mit Winterreifen auszurüsten.
Lesen Sie unseren vollständigen Artikel über die Verwendung von Winterreifen für Elektroautos.
Sie können auch andere nützliche Ausrüstungsgegenstände mitnehmen, wie z. B. ein Ladekabel (erforderlich für AC-Ladesäulen), einen Eiskratzer, Handschuhe oder eine Schutzplane für die Windschutzscheibe Ihres Fahrzeugs.
Bewährte Praktiken zum Aufladen auf dem Weg in die Skigebiete
Zu Beginn der Winter- bzw. Fasnachtsferien sind die Ladeinfrastrukturen an den Autobahnen besonders stark frequentiert, vor allem bevor es hinauf in die Skigebiete geht, wo es noch immer nur wenige Ladestationen gibt.
Um die Nutzung der Ladesäulen zu erleichtern und Staus zu vermeiden, finden Sie hier einige bewährte Praktiken, die alle E-Autofahrers beachten sollten:
- Planen Sie Ihre Route im Voraus und suchen Sie mehrere alternative Ladesäulen, um Staus an den meistfrequentierten Ladesäulen zu vermeiden.
- Laden Sie Ihr Fahrzeug vorzugsweise zu Zeiten mit geringem Verkehrsaufkommen, um den Andrang während der Mittagspause oder zu Stoßzeiten zu vermeiden.
- Optimieren Sie Ihren Ladevorgang, indem Sie die 20 - 80 %-Regel anwenden: Es ist nicht notwendig, bis zu 100 % aufzuladen, da der letzte Ladeschritt viel langsamer ist und die Ladesäule unnötig blockiert.
- Trennen Sie das Ladekabel, sobald Ihre Batterie ausreichend aufgeladen ist, und machen Sie Platz für andere Nutzer.
Bereiten Sie sich auf winterliche Bedingungen vor: Kälte kann die Reichweite beeinträchtigen und das Aufladen verlangsamen. Es ist daher ratsam, mit einer zusätzlichen Batteriereserve loszufahren.
Diese einfachen Maßnahmen tragen dazu bei, die Belastung des Netzes besser zu verteilen und den Verkehr für alle flüssiger zu gestalten. Die Ladeinfrastruktur wird zwar weiter ausgebaut, aber die Rücksichtnahme der E-Autofahrer ist unerlässlich, um eine entspannte Fahrt in die Berge zu gewährleisten!
Optimieren Sie die Nutzung Ihres E-Autos
Auf langen Fahrten ist die Reichweite das A und O. Dies gilt insbesondere im Winter und in den Bergen. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie den Energieverbrauch Ihres Fahrzeugs senken:
- Fahren Sie umweltbewusst, indem Sie mit mäßiger Geschwindigkeit fahren. Beispielsweise sollten Sie auf Autobahnen zwischen 100 und 110 km/h fahren, um den Energieverbrauch des Fahrzeugs zu senken.
- Wärmen Sie den Innenraum des Fahrzeugs möglichst kurz vor der Abfahrt vor, wenn das Fahrzeug an die Steckdose angeschlossen ist. Wenn Sie direkt nach dem Aufladen losfahren, können Sie dadurch auch einige wertvolle kWh einsparen, da die Batterie durch das Aufladen „vorgewärmt“ wurde.
- Vermeiden Sie übermäßiges Heizen, um Energie zu sparen, und setzen Sie auf regeneratives Bremsen. Dies maximiert die Reichweite Ihres Fahrzeugs.
- Laden Sie rechtzeitig auf und vermeiden Sie es möglichst, unter 10 % der Batteriekapazität zu fallen. Planen Sie einen Sicherheitspuffer für den Fall ein, dass Sie einen anderen Ladepunkt finden müssen.
- Laden Sie Ihre Batterie bis zu etwa 80 % auf. Darüber hinaus wird der Ladevorgang immer langsamer, was nicht mehr effizient ist und die Ladesäule länger als nötig belegt.
Planen Sie das Aufladen vor Ort
Im Allgemeinen versuchen Wintersportorte, die Anzahl der Parkplätze zu begrenzen, um möglichst viel Platz für Fußgänger zu schaffen und die Straßen freizuhalten. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Ladelösung vorausschauend planen.
Einige Wohnanlagen oder Hotels haben zugewiesene Parkplätze und können ihren Kunden Ladesäulen anbieten. Denken Sie daran, sich im Vorfeld zu informieren, um die optimale Lösung zu finden.
Sie können jederzeit überprüfen, ob es in der Nähe Ihrer Unterkunft Ladesäulen gibt. Verwenden Sie dazu einfach die Chargemap-App, um Ladesäulen in Ihrer Nähe zu finden.
Ladesäulen für Elektroautos rund um die Skigebiete
Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland ist mit bundesweit Zehntausenden von Ladepunkten sehr gut ausgebaut.
Speziell für Skigebiete:
Viele Hotels, Parkplätze oder Unterkünfte in der Nähe von Skigebieten bieten bereits Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an (Wechselstrom- oder manchmal Gleichstromladung).
In stark frequentierten Gebieten wie Garmisch-Partenkirchen/Zugspitze oder den großen Skigebieten der Bayerischen Alpen und des Schwarzwaldes sind Ladesäulen in Unterkünften oder in unmittelbarer Nähe zu den touristischen Gebieten verfügbar (AC/DC-Ladesäule je nach Reiseziel überprüfen).
Wie kann man herausfinden, ob es in einem Skigebiet Ladestationen gibt?
- Überprüfen Sie dies direkt in der Chargemap-App.
- Besuchen Sie die offizielle Website des Skigebiets.
- Wenden Sie sich an die Touristeninformation, um die neuesten Informationen zu den verfügbaren Infrastrukturen zu erhalten.
Und was sind Ihre besten Tipps und Tricks, um mit einem E-Auto zum Wintersport zu fahren? Das Chargemap-Team wünscht Ihnen eine gute Fahrt mit Ihrem E-Auto ⛷️
Um die ideale Route mit dem Elektroauto zu planen,
Laden Sie die Chargemap-App herunter!





